Sozial- und Erziehungsberufe

Details zu den Forderungen

Details zu den Forderungen

Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst haben in den vergangenen Monaten einmal mehr gezeigt, wie unverzichtbar und wertvoll ihre Arbeit für die Gesellschaft ist. Die Zeit seit März 2020 haben wir für eine gute Vorbereitung der Wiederaufnahme der Verhandlungen genutzt. Der Kita-Personalcheck und eine breit angelegte Umfrage zu den bestehenden Forderungen, in die auch die vielen Erfahrungen unter den Bedingungen der Pandemie eingeflossen sind, bildeten die Grundlage für unser Forderungsupdate.

1) Wir fordern die Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen

  • durch tarifvertraglich festgelegte Anspruchs- und Planungsregelungen von Arbeitszeit für die sogenannte fallunspezifische Arbeit, für Vor- und Nachbereitung, Arbeit im Sozialraum (Netzwerkbildung), Dokumentation usw.
  • durch Einführung von Entlastungstagen durch ein Konsequenzenmanagement
     

 2) Wir fordern Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel

  • durch einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung für alle Beschäftigten, so dass Beschäftigte ohne Ausbildung oder mit ein- oder zweijähriger Ausbildung einen Berufsabschluss zur Fachkraft erwerben können (z.B. von der Kinderpflegerin zur Erzieherin)
  • durch Qualifizierung, ein festes Stundenkontingent und eine verbesserte Vergütung für Anleiter*innen von Auszubildenden und Studierenden
  • durch Anerkennung der Berufstätigkeit und der bei anderen Trägern erworbenen Berufserfahrung
  • durch den Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung in der praxisintegrierten Ausbildung zur Heilerziehungspflege (HEP)

3) Wir fordern finanzielle Anerkennung unserer Arbeit

  • für die anspruchsvolle Arbeit der Sozialassistent*innen und Kinderpfleger*innen durch reguläre Eingruppierung in EG S 4
  • für die herausfordernde Arbeit der Erzieher*innen durch reguläre Eingruppierung in EG S 8b
  •  für die schwierige und verantwortungsvolle Tätigkeit von Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen und vergleichbaren Berufsgruppen eine Verbesserung der Eingruppierung durch durch Gleichstellung mit vergleihbaren Studienniveaus sowie Regelungen für die Schulsozialarbeit
  • durch bessere Bewertung der Tätigkeiten der Beschäftigten im handwerklichen Erziehungsdienst durch Eingruppierung in die EG S7 und durch Eingruppierung der Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung und pädagogischer Qualifikation in die EG S8b
  • durch Änderung der monatlichen Heimzulage in eine Wohnzulage und Erhöhung der Zulage auf 150 Euro
  • durch Aufnahme der Eingruppierung der Schulbegleiter*innen/Schulassistent*innen und weiterer Assistenztätigkeiten entsprechend ihrer verantwortungsvollen pädagogischen Tätigkeit (S4 als Mindesteingruppierung)
  • durch die Abbildung der pädagogischen Tätigkeiten im offenen Ganztag
  • durch Weiterentwicklung der S-Tabelle entsprechend der gestiegenen Professionalisierung in der Sozialen Arbeit und den gestiegenen Anforderungen in der Leitungstätigkeit (oberhalb S 17/18) und Aufnahme neuer Berufsbilder in die S Tabelle
  • durch Anwendung der allgemeinen Stufenlaufzeiten der Stufen 1 bis 6 und die Öffnung der Stufen 5 und 6 für alle Berufsgruppen im Sozial- und Erziehungsdienst
  • durch Einführung weiterer Faktoren (z.B. Zahl der Beschäftigten) zur Eingruppierung von Kita-Leiter*innen sowie verbindliche Festlegung von stellvertretenden Kitaleitungen und deren Mindesteingruppierung in die EG S 11a

Pandemiebedingt hat sich in den Arbeitsfeldern viel verändert, daher haben wir nach eurer Meinung zu den Forderungen gefragt. Im September startete deshalb eine aufsuchende Umfrage, welche euch Gelegenheit geben soll, die Forderungen gemeinsam mit euren Kollegen*innen zu reflektieren. Mehr erfahren zur Umfrage

Flugblatt: Kündigung der Tätigkeitsmerkmale und der Regelungen zum Gesundheitsschutz (pdf)