Sozialarbeit

„Wir sind unverzichtbar“

„Wir sind unverzichtbar“

„Wir sind unverzichtbar“- ver.di Kampagne zur Situation der Sozialen Arbeit

Schon nach ein paar Wochen in der Corona Pandemie wurde gesellschaftlich deutlich, was wir immer schon wussten: Soziale Arbeit ist systemrelevant und muss gleichzeitig systemkritisch sein. Und wie unter einem Brennglas wurden die prekären Bedingungen in der Sozialen Arbeit noch offensichtlicher. Viele Beschäftigte, Auszubildende, Studierende und auch Wissenschaftler*innen meldeten sich zu Wort und beschrieben die Situation.

ver.di startete daher einen offenen Brief mit Forderungen nach einer sicheren, auskömmlichen Finanzierung der Sozialen Arbeit, nach mehr (Fach-)Personal und mehr Gesundheitsschutz. Mit den Erstunterzeichner*innen aus der Branche, aus der Gewerkschaft und der Wissenschaft unterstützten diesen Brief rund 80.000 Menschen. Am 19. Juni 2020 fand die Übergabe an das Bundesfamilienministerium statt. Stellvertretend für die Beschäftigten übergaben ver.di Aktive aus der Sozialen Arbeit den offenen Brief.

Auch in einzelnen Bundesländern wurde der offene Brief an die dortigen politischen Entscheidungsträger übergeben.

Um nachzuhaken, was aus den Forderungen geworden ist, lud ver.di am 07. Juli 2020 zu einer digitalen Konferenz ein. Gemeinsam mit 800 Kolleginnen und Kollegen forderten wir Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Gudrun Heute-Bluhm als Vertreterin des Städtetags auf, Stellung zu unseren Forderungen beziehen. Dabei wurde kein Blatt vor den Mund genommen. Schonungslos offen berichteten Beschäftigte aus ihrem Arbeitsalltag und hakten nach, wenn Antworten ausblieben oder schwammig waren.